
... im Bauch, im Kopf, im Herzen, in der gläubigen Seele oder im aufsässigen Freigeist?
Haben ängstliche Geschöpfe oder der spielende Mensch der Kunst ein Plätzchen eingeräumt, oder bauten Herren von Gottes Gnaden und Bürger der Aufklärung ihr - und sich selber - üppige Heimstätten?
Und ist die Kunst nicht ebenso zu Hause bei Angst und Zorn, bei Armut und Zermürbung? Wurzelt sie mit ihren vielfältigen Ausdrucksformen nicht gleichermaßen in Überfülle und Askese, in Beharren und Suchen?
Oder nimmt sie sich selbstbewusst so viel Raum, dass wir unseren Kunstbegriff darauf einstellen und ihr Platz machen müssen?
Das Kunstforum lebt davon, dass jede Antwort richtig sein kann, keine aber endgültig sein wird.