Kunstausstellung: LICHTTAUCHEN - Heidi Hahn
Das Kunstforum Fränkisches Seenland e.V. präsentiert die Kunstausstellung
LICHTTAUCHEN - Heidi Hahn
2. Oktober bis 8. November 2026
M11 – Marktplatz 11- Gunzenhausen
Geöffnet:
- Do 10-12 Uhr
- SA und SO von 11 bis 16 Uhr
- Öffentliche Vernissage am 2. Oktober 2026 um 19.30 Uhr
- Geöffnet auch am Tag der Einheit und an Allerheiligen
- Sonderöffnung Kulturherbst 10.Oktober: 11 bis 23 Uhr
Eintritt frei!
Heidi Hahns Bilder scheinen das Licht auf den Leinwänden einzufangen, geradezu von innen heraus zu leuchten. Obwohl sie nicht in grellen Farben und starken Kontrasten daherkommen, sondern eher diffus und verschleiert – das Ergebnis eines behutsamen Entstehungsprozesses und des intensiven „Jagens nach Licht“.
Wer die Bilder der Aalener Künstlerin Heidi Hahn betrachtet, taucht förmlich ein in die Weite und Tiefe der Landschaften, wird geradezu hineingezogen, durch unzählige, hauchdünne farbige Schichten, durch atmosphärisches Flirren, das den Blick wandern und doch lange verweilen lässt. „Lichttauchen“ nennt die Künstlerin dieses Eintauchen der Betrachtenden in ihre Bilder, die je nach Tageszeit, Licht und Blickwinkel, den Eindruck von Raum und Dreidimensionalität, von Bewegung und immer wieder neue Ansichten und Gefühle bieten. Denn wo das Licht in Heidi Hahns Bildern sich - fast als reines Selbst - seinen Weg an die menschenlose Oberfläche sucht, leuchtet es vielfarbig und intensiv.
Heidi Hahn bekennt sich zu einer Besonderheit ihrer Augen, dass sie in einer gewissen Konturenlosigkeit weitaus mehr Licht und Farben erkennen kann. Unscharfe Umrisse haben den Vorteil, dass farbliche Zwischentöne und deren Vielschichtigkeit intensiver leuchten, zu einem bewegten Spiel aus Licht und Farben werden. Somit ist „Schlecht-Sehen“ im ästhetischen Sinne kein „schlechtes“ Sehen, sondern eine Faszination an Licht und Farben, die eine andere Empfindungsebene berührt. Diese Ebene will Heidi Hahn deshalb allen Betrachtern erschließen.
An der Vernissage am 2. Oktober um 19.30 Uhr erschließt Heidi Hahn aber auch noch anderes, was die Lachmuskeln aktiviert und für Stimmung sorgt: Denn Malen und Schreiben gehen bei ihr Hand in Hand. Mit den Lesungen ihrer „Satirischen Gedichte“ hat sie sich in den letzten Jahren eine Fangemeinde erschlossen und sorgt damit auch gerne an ihren Vernissagen für Stimmung. Anstelle der Laudatio eines Gastredners dürfen sich die Besucher der Vernissage also auf locker-gespannte Poetry-Slam-Atmosphäre und fröhliches Schmunzeln freuen, wenn Heidi Hahn aus dem „Seelenleben der Unterbauchfalten“, „dem Raucher“, dem „Despoten“ oder „den kleinen Ferkelchen der Politik“ rezitiert.
Heidi Hahn stellt seit Ende der 80er Jahre im In- und Ausland aus; ihr Schwerpunkt liegt auf Malerei, aber auch auf Rauminstallationen. Seit rund 25 Jahren kuratiert sie auch Ausstellungen und Land-Art-Events.
Heidi Hahn wurde in Nürtingen geboren. Sie begann ihr Studium mit Theaterwissenschaft und schloss es in Kunst und Germanistik ab. Seit 2002 widmet Heidi Hahn sich außerdem verstärkt Kunst-Großprojekten unmittelbar in der Natur, Land-Art-Projekten und Installationen. Dazu gehören unter anderem die „muros vivendos“ oder "faces" in Portugal bzw. Frankreich. Seit 2000 kuratiert sie Ausstellungen; von 2016 bis 2024 war sie die Kuratorin des Kunstvereins KiSS Schloss Untergröningen. Heidi Hahn lebt und arbeitet in Aalen und Portugal.
Ort: M11